Drahterodieren im Werkzeugbau

Drahterodieren im Werkzeugbau

Drahterodieren ist die Schlüsseltechnologie, wenn im Werkzeugbau höchste Präzision gefragt ist. Ob enge Radien, tiefe Innenkonturen oder gehärtete Werkstoffe: Das Verfahren ermöglicht saubere Schnittgeometrien ohne mechanische Schnittkräfte. So entstehen passgenaue Stempel- und Matrizenkomponenten, stabile Schnittspalte und reproduzierbare Ergebnisse – ideal für langlebige Werkzeuge und sichere Serienprozesse.

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Was dank dem Drahterodieren möglich ist

Was dank dem Drahterodieren möglich ist

Drahterodieren ermöglicht im Werkzeugbau hochpräzise Schnitt- und Innenkonturen – auch in gehärteten Stählen. Selbst filigrane Geometrien, enge Radien, tiefe Durchbrüche und komplexe Formen werden ohne Schnittkräfte sauber getrennt. Durch Schrupp- und Feinschnitte entstehen reproduzierbare Passungen, gute Oberflächen und definierte Konturen für langlebige Werkzeuge.

Folgeverbundwerkzeuge
(Lesezeit 1 Minute)

Drahterodieren in der Serienfertigung

Im Folgeverbundwerkzeug sorgt Drahterodieren für exakte Konturen in Stempeln, Matrizen und Einsätzen, die in mehreren Stationen zuverlässig zusammenarbeiten. Innenkonturen, Fenster und Durchbrüche lassen sich präzise herstellen, auch nach dem Härten. So bleiben Schnittspalte stabil, Führungen passen sauber und die Teilequalität bleibt konstant. Drahterodieren unterstützt außerdem schnelle Ersatzteilfertigung bei Verschleiß – ohne Umwege über Weichbearbeitung.

Einstufenwerkzeuge
(Lesezeit 1 Minute)

Drahterodieren für kompakte Einzelprozesse

Bei Einstufenwerkzeugen ist Drahterodieren ideal, wenn eine Funktion in einem Hub maximale Maßhaltigkeit verlangt. Schneidkonturen, Passsitze und Konturplatten werden präzise gefertigt und bei Bedarf direkt im gehärteten Zustand bearbeitet. Das reduziert Verzugseinflüsse und erhöht die Wiederholgenauigkeit. Besonders bei kleinen Losgrößen oder schnellen Anpassungen ist Drahterodieren effizient, weil Änderungen an Konturen sauber und nachvollziehbar umgesetzt werden können.

Technische Daten

Fakten zu unserm Maschinenpark

Fakten zu unserm Maschinenpark

Unser Maschinenpark ist auf Präzision, Wiederholgenauigkeit und stabile Prozesse im Werkzeugbau ausgelegt. Von der Einzelteilfertigung bis zur Serienreife sichern definierte Abläufe kurze Durchlaufzeiten, saubere Schnittkanten und passgenaue Komponenten. So entstehen verlässliche Ergebnisse – unterstützt durch dokumentierte Qualitätssicherung und abgestimmte Fertigungs- und Prüfprozesse.

Fanuc a-C600iC

Mitsubishi 1200R

Fanuc a-1iB

Präzise Konturen & Durchbrüche

Hartbearbeitung & filigrane Geometrien

Oberflächen, Konus & Passungen

Technische Details zum Verfahren

Technische Details zum Verfahren

Beim Drahterodieren wird ein dünner Draht per Funkenentladung durch elektrisch leitfähiges Material geführt. Über ein Startloch entstehen präzise Innen- und Außenkonturen, auch bei großen Schnitttiefen und engen Radien. Typisch ist die Kombination aus Schruppschnitt und 2–8 Feinschnitten, um Maßhaltigkeit und Oberfläche gezielt zu verbessern – inklusive konischer Schnitte.

Stanzbiegewerkzeuge

Stanzwerkzeuge

Prägewerkzeuge

Biegetrennwerkzeuge

Was ist das Drahterodieren?

Was ist das Drahterodieren?

Drahterodieren ist ein hochpräzises Trennverfahren für elektrisch leitfähige Werkstoffe wie Werkzeugstahl, Edelstahl oder Hartmetall. Dabei wird ein dünner, kontinuierlich nachgeführter Draht als Elektrode verwendet. Zwischen Draht und Werkstück entstehen in einem Dielektrikum (meist entionisiertes Wasser) kontrollierte Funkenentladungen, die winzige Materialpartikel abtragen. So wird die Kontur berührungslos „geschnitten“ – ohne mechanische Schnittkräfte.

Im Werkzeugbau wird Drahterodieren eingesetzt, um sehr genaue Innen- und Außenkonturen, Durchbrüche und Fenster in Stempel- und Matrizenplatten herzustellen. Ein großer Vorteil: Auch gehärtete Materialien können direkt bearbeitet werden, was Nacharbeit reduziert und die Maßhaltigkeit verbessert. Je nach Anforderungen erfolgt zunächst ein schneller Schruppschnitt, danach mehrere Feinschnitte für bessere Oberflächen und enge Toleranzen. Zusätzlich sind konische Schnitte möglich, z. B. für Freischrägen oder Funktionsflächen.

 

FAQ

01Für welche Werkstoffe eignet sich Drahterodieren?

Für alle elektrisch leitfähigen Materialien, z. B. Werkzeugstahl (auch gehärtet), Edelstahl, Hartmetall und pulvermetallurgische Werkstoffe.

Sehr präzise Innen- und Außenkonturen, Fenster, Durchbrüche, enge Radien, tiefe Schnitte sowie konische Konturen (Schrägen/Freischrägen).

Weil es ohne mechanische Schnittkräfte arbeitet. Dadurch sind filigrane Geometrien möglich und Verzug oder Gratbildung wird deutlich reduziert.

Meist durch einen Schruppschnitt und mehrere Feinschnitte (z. B. 2–8 Schlichtgänge). So werden Toleranzen und Oberflächen gezielt verbessert.

Wenn gehärtete Teile bearbeitet werden sollen, Innenkonturen sehr exakt sein müssen oder filigrane Stege/enge Radien mit Fräsen kritisch wären.